Herren 1 reist zum „Geilsten Club der Welt“

Die VGF reist heute zum TSV Herrsching II in den Süden Bayerns. Anpfiff ist um 19.30 Uhr.

Es ist die erste von insgesamt vier Fahrten für die VGF, die knapp drei Stunden oder mehr dauert. Mit dem Abstieg in die Regionalliga SüdOst hat sich die Situation mit den Fahrten sicher nicht verbessert. Umfasste die Dritte Liga Ost das Gebiet von Sachsen, Thüringen und Bayern, so ist die Regionalliga SüdOst eine rein bayerische Liga. Dass das nicht unbedingt von Vorteil sein muss, zeigen die Gegner und die damit verbundenen Fahrten für die VGF. Insgesamt umfasst die Liga 10 Mannschaften, zwei davon in Nordbayern, 8 im Süden. Mit Rosenheim und Türkheim sind sogar Distanzen dabei, die Marktredwitz eigentlich aus lange vergangenen Zweitligazeiten kennt.

Doch alles Jammern bringt nichts, schließlich möchte die Gäste auch aus Herrsching etwas Zählbares mit heimbringen. Die Oberbayern sind momentan quasi die Tabellennachbarn der VGF und liegen mit einem Sieg und zwei Niederlagen nur zwei Plätze hinter Marktredwitz. Doch das soll in dieser noch jungen Saison nichts heißen, schließlich kassierten die Südbayern beide Niederlagen gegen Topteams der Regionalliga. Schon vor etlichen Jahren kreuzten sich einmal die Wege des TSV und der VGF. Danach begann ein kometenhafter Aufstieg der Herrschinger bis in die erste Bundesliga. Selbst bezeichnen sie sich als „geilster Club der Welt“, spielen in Trikots im Trachtenstil und sorgten mit der ein oder anderen Aktion in der Bundesliga für Furore. Bis letztes Jahr war Herrsching ein Erstligist, schloss sich jedoch im Sommer mit dem TSV Unterhaching zu den WWK Volleys München zusammen. Hier wird die geballte Volleyballkompetenz Münchens gebündelt, um zukünftig neben Basketball und Fussball auch einen starken Erstligisten im Volleyball in der Hauptstadt zu etablieren.

Von dieser starken Historie profitieren natürlich auch die weiteren Mannschaften des TSV. So steht heute mit Norbert Engemann ein ehemaliger gestandener Erstligaspieler auf der anderen Netzseite, der bis vor drei Jahren noch in der ersten Bundesliga aktiv war.

Doch das soll die VGF nicht irritieren. Sie möchte ihre Erfolgsserie Fortsetzen und sich im oberen Tabellendrittel etablieren. Schließlich folgen nach Herrsching die richtig dicken Brocken mit Friedberg und Türkheim, die momentan auf den Treppchenplätzen der Liga rangieren. Der Fokus liegt jedoch voll auf dem heutigen Gegner. Personell steht jedoch noch einiges in den Sternen. Sidiki und Schmid waren die gesamte Woche krank, Lukas Rahn weilt bei der Jugendnationalmannschaft und hinter Tom Wenisch steht aus persönlichen Gründen noch ein Fragezeichen. Die Marschroute ist jedoch klar. Fokus auf das eigene Spiel, stark in der Annahme und Abwehr und alles auf Sieg. Mit einem Erfolg würde sich die VGF ganz vorne festsetzen und sogar den Abstand zum Tabellenmittelfeld schon ein wenig ausbauen.

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