VGF Herren 1 – Der nächste Neuzugang

Die Marktredwitzer Volleyballer melden mit dem Hofer Yannick Klement den vierten Neuzugang. Der 20-Jährige wohnt in Döhlau und kommt vom Regionalligisten Oelsnitz. Der Kader des Drittligisten ist in diesem Jahr breit aufgestellt.


Von Peter Perzl

Volleyball-Talente sind bekanntlich dünn gesät in der Region. Müssen sie doch neben den technischen Fähigkeiten bestimmte körperlichen Voraussetzungen mitbringen. Trotzdem ist es dem Drittligisten VGF Marktredwitz gelungen, eine solche Nachwuchshoffnung an Land zu ziehen: Yannick Klement. 20 Jahre alt, stattliche 1,93 groß und im Hofer Vorort Döhlau zu Hause. Bei der VG Hof fand der Spieler vor erst sieben Jahren den Spaß am Volleyballsport. Nach drei Jahren bereits wechselte er zum höher spielenden BSV Bayreuth und trug zuletzt das Trikot des VSV Oelsnitz in der Regionalliga Ost.

Jan Liebscher schwärmt: „Yannick ist sehr fleißig, athletisch und diszipliniert. Vor allem kann er sich unheimlich auf ein Ziel fixieren. Ich freue mich sehr auf ihn“, sagt der VGF-Kapitän. Die Konkurrenz aus Schwaig und Eltmann soll die Ohren gespitzt haben, als sie von dem Wechsel Wind bekam. Ein weiteres Plus des Spielers: Er ist vielseitig einsetzbar. „Am liebsten spiele ich auf Außen, komme aber auf jeder Position zurecht“, erklärt Yannick Klement. Zuletzt in Oelsnitz war er oft als Diagonalspieler eingesetzt.

Warum der Wechsel nach Marktredwitz, wo doch sein bisheriger Verein ebenfalls in die neue 3. Liga aufgestiegen ist? „Ich will hier von den erfahrenen Leuten lernen und mir einiges abschauen“, erzählt Klement, der in Mannheim Arbeitszeit-Management studiert und im viermonatigen Wechsel an der Arbeitsagentur in Hof seinen Dienst versieht. „Die Mannschaft in Oelsnitz war super. Aber ich hatte wegen meines Studiums einfach zu wenig Einsatzzeiten.“ Nur einmal in der Woche habe er mit der Truppe trainieren können, dafür vier Einheiten pro Woche in Mannheim in Eigenregie eingelegt. Dass er in der Liga demnächst auf seine ehemaligen Kollegen trifft, damit hat Klement kein Problem.

In Marktredwitz wird er das volle Vorbereitungsprogramm ab Ende August absolvieren können, da zuvor zweieinhalb Wochen lang „fünf schwere Prüfungen“ an der Uni anstehen, die für seinen weiteren beruflichen Weg „unheimlich wichtig“ seien. In dieser Zeit will sich Klement selbst fit halten, der als Jugendlicher jahrelang auch Fußball (Mittelfeld) und Tennis gespielt hat. Auch an der Kampfsportart Taekwondo hat er Gefallen gefunden. Seine große Liebe aber gehört nach wie vor dem Volleyball. Jetzt im Sommer spielt er mit seinem Lohhofer Teamkollegen Andreas Gigl erfolgreich auf der Beachtour in Bayern und Baden-Württemberg. Wohl daher, vermutet Jan Liebscher, kommt seine Wendigkeit und Athletik. „Der ist ein richtiger Sprungfloh“, zeigt sich der Marktredwitzer Kapitän beeindruckt.

Vor knapp fünf Jahren hatte sich Yannick Klement sogar die Möglichkeit geboten, ans bayerische Volleyballinternat nach Kempfenhausen an den Starnberger See zu wechseln. Dazu hätte er aber die Schule wechseln und mit Freunden brechen müssen: „Dazu war ich nicht bereit.“ In Herrenteams wie in Bayreuth und Oelsnitz fühlte er sich wohler.

Von der einzigartigen Atmosphäre in der Marktredwitzer Sebald-Arena hat Yannick Klement gehört, sie selbst aber noch nicht genießen dürfen. „Da haben wir meistens selbst gespielt.“ Er will sich überraschen lassen. Fest steht für ihn, dass er mit der VGF Marktredwitz „um die Plätze eins bis drei“ spielen möchte.
Klement ist übrigens nach Sergey Vaitsiakhovich, Yosvany Tomas Contreras und Heimkehrer Marko Knauer bereits die vierte Neuerwerbung für die neue Saison. Und möglicherweise nicht die letzte. Jan Liebscher deutet an, dass sich „noch etwas tun“ könnte. Damit ist der Spielerkader so groß wie nie zuvor. Auch der Mix zwischen Jung und Alt stimmt. Klement hat übrigens schon mit dem 19-jährigen Daniel Vogt, VGF-Zuspieler und Libero, in Bayreuth in einem Team gespielt.

In der Truppe von Trainer Pavel Barborka spielen künftig Aktive aus vier Nationen: Tschechien, Weißrussland, Kuba und Deutschland. „Da kann es die eine oder andere Überraschung in der Stammsechs geben“, vermutet Liebscher.

Die immer zahlreicheren Volleyballfans in der Region wird es sicher freuen. Schon im Vorjahr in der Regionalliga Südost wies die VGF Marktredwitz mit 298 Besuchern pro Spiel den mit Abstand besten Zuschauerschnitt aller Vereine auf. Und es könnten noch mehr werden, wenn die Mannschaft am 29. September gegen den Zweitliga-Absteiger TSV Friedberg die Saison mit einem Heimspiel eröffnet. Auch Jan Liebscher sieht mögliche Perspektiven: „Wenn wir die Spieler längerfristig binden könnten, müsste man sich überlegen, eine Klasse höher anzupeilen.“ Das hieße 2. Bundesliga.

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