Herren 1 – Lösbar, aber unbequem

Ohne Knauer, aber mit viel Selbstvertrauen startet die VGF Marktredwitz in ihr erstes Heimspiel in der dritten Volleyball-Liga. Ein Sieg ist von richtungsweisender Bedeutung für den weiteren Saisonverlauf. Die Variations-Möglichkeiten für Trainer Milan Cernousek sind sehr begrenzt.

Nach mehr als sechsmonatiger Volleyball-Abstinenz geht es am heutigen Samstag wieder rund in der Sebald-Arena. Um 20 Uhr erwartet die VGF Marktredwitz in ihrem ersten Heimspiel in der zweiten Drittligasaison Aufsteiger VSV Jena. Der Ausgang wird für beide Mannschaften wegweisend sein.

Der Grund dafür liegt zum einen in dem Auftakt beider Teams: Marktredwitz hat eine Niederlage, Jena bereits deren zwei kassiert. Zum anderen wartet auf beide Teams ein immens schweres November-Programm. Ein Sieg ist daher für beide wichtig, um mit Selbstvertrauen an die kommenden Aufgaben heranzugehen.

block-joschi-liebscherMit dem VSV Jena gibt einer von drei Aufsteigern seine Visitenkarte in der Sebald-Arena ab. Der letztjährige Meister der Regionalliga Ost ist eine der großen Unbekannten in diesem Jahr. Mit Niederviehbach, Zschopau, MTV München, Mühldorf und eben Jena treten heuer gleich fünf neue Mannschaften in der Dritten Liga an. Jena ist mit Niederlagen gegen Neumarkt und Friedberg in die Saison gestartet und braucht nun unbedingtein Erfolgserlebnis in fremder Halle, um nicht gleich in den Abstiegskampf zu geraten. Als junger Verein haben es die Thüringer geschafft, seit 1990 einen etablierten Volleyballverein in Thüringen zu bilden und haben mit dem Aufstieg in die Dritte Liga den größten Erfolg in der Vereinsgeschichte geschafft.

Die Stärken des VSV liegen zweifelsohne im Spiel über die Mitte. Hier greifen sie auf große Mittelblocker zurück, die im 1:1 kaum zu halten sind. Pech hatten die Jenaer mit ihrem ersten Zuspieler. Dieser sagte aufgrund körperlicher Beschwerden kurz vor der Saison ab, weshalb der junge Philip Mengs nun Regie führt. Dennoch kann Trainer Frank Eberhardt auf einen sehr breiten Kader zurückgreifen, was ihm etliche Varianten eröffnet.

Ganz im Gegensatz dazu hat der Trainer der VGF, Milan Cernousek, eher begrenzte Möglichkeiten in der Auswahl seiner Formation. Marko Knauer, der beruflich in Moskau
weilt, reist diesmal nicht zum Spiel an, und Andreas Söllner aus der zweiten Mannschaft, kann aufgrund des Regelwerks noch nicht aushelfen. Somit stehen dem Coach der Fichtelgebirgler lediglich acht Spieler zur Verfügung. Dieser Umstand wird auch dazu führen, dass die Marktredwitzer wohl ohne Libero antreten. Das ist im Prinzip ein Novum seit der Einführung dieser Position im höherklassigen Volleyball. Dennoch
dürfte diese Tatsache das Spiel nicht unbedingt beeinflussen, zumal auf der einen Mittelblock-Position ein Außenangreifer aushelfen wird, der auch in Annahme und Abwehr entsprechende Erfahrung hat.

Für die VGF ist ein Sieg unumgänglich, um nicht gleich in den Abstiegsstrudel zu geraten. Zudem könnte mit einem Sieg Jena auf deutlicher Distanz gehalten werden. Trotz der Niederlage in Zschopau geht die Mannschaft die Aufgabe recht zuversichtlich an. Schließlich hielt die VGF in allen Sätzen gut mit, erspielte sich teilweise sogar hohe Führungen. Lediglich zum Satzende gab es Schwächephasen, die jedoch der Gegner eiskalt ausnutzte. Um Ähnliches zu verhindern, wurde diese Woche vermehrt der Angriff trainiert, um die Durchschlagskraft zu erhöhen. Mit von der Partie ist auch das Organisationsteam der VGF, das sich sicherlich für die neue Saison hat etwas einfallen lassen. Schließlich soll der „siebte Mann“ etwas angeheizt werden. Daher erwartet die Zuschauer ein spannendes, interessantes und kampfbetontes Spiel in der Sebald-Arena.

VGF Marktredwitz: Jan und Joschi Liebscher, Konopka, Forst, Schlegel, Beck, Schwob, Orsuliak.

Bericht und Bild:
P. Perzl, Frankenpost

Der Eintrag wurde in der Kategorie Herren 1 gepostet

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Solve : *
27 − 16 =