Herren 1 – Schiedsgericht raubt der VGF die Spielfreude

Im Spitzenspiel der 3. Volleyball-Liga kassieren die Marktredwitzer die zweite Saison-Niederlage. Sie sind beim Tabellenführer VC Dresden lange ebenbürtig.

VC Dresden –VGF Marktredwitz 3:1

Die VGF geht zum zweiten Mal in dieser Saison als Verlierer vom Feld. Bei einem bärenstarken VC Dresden entwickelt sich zu Beginn ein wahres Spitzenspiel, bevor das überforderte Schiedsgericht mit etlichen falschen Entscheidungen der VGF jegliche Spielfreude raubte.

VGF Marktredwitz: Jan u. Joschi Liebscher, Jonas u. Janek Lindner, Weiß, Forst, Schwinger, Soderer, Koran, Bican.
Schiedsrichter: Oliver Kraft (Dresden/John Wittmann (Bautzen);
Zuschauer: 180;
Spielzeit: 81 (25/20/23/13) Minuten;
Sätze: 27:29, 25:19, 25:13, 25:8).

Zweieinhalb Sätzelang war es ein würdiges Spitzenspiel eines Tabellenführers aus Dresden gegen die weitplatzierte VGF. Lange Ballwechsel, tolle Abwehraktionen und sehenswerte Angriffe prägten das Spiel der Sachsen gegen die VGF. Einzige Fehlbesetzung: das Schiedsgericht. „Es passiert nicht oft, dass wir so massiv über das Schiedsgericht schimpfen, aber was die abgeliefert haben, war unter aller Sau“ sagt Kapitän Jan Liebscher.

Es entwickelte sich ein enorm gutes Spiel. Keines der beiden Teams konnte sich in irgendeiner Art und Weise absetzen. Petr Koran, der sich an diesem Abend ein Sonderlob verdiente, entschärfte ein ums andere Mal die harten Angriffe der Dresdner Außenangreifer und ermöglichte seiner Mannschaft somit etliche Punktballchancen. Und so kam es, dass sich die VGF aus diesen Aktionen und mit Unterstützung der Spieler und Fans des VSV Oelsnitz im ersten Satz plötzlich bei 24:22 zwei Satzbälle erspielte. Es ging zwar noch in die Verlängerung, die jedoch durch einen Angriff von Jan Liebscher zu Gunsten der VGF entschieden wurde. Es sollte der einzige Satzgewinn für die Gäste bleiben. Dennoch zog sich Marktredwitz gegen einen gut aufgelegten und mit Bundesligaspielern gespickten VC Dresden gut aus der Affäre. Auch der zweite Satz war eine Partie auf Augenhöhe. Bis zum 18:19 war die VGF am Meisterschaftsfavoriten dran, bevor sich die Sachsen absetzten.

Petr Koran

Was danach folgte war eine Negativ-Show des total überforderten Schiedsgerichts. Den Auftakt machte eine fast fünfminütige Spielunterbrechung bei 4:5 aus Sicht der VGF. Der Grund: ein angeblicher Aufstellungsfehler der äste. Dieser hätte einen Punktabzug und zusätzliche Punkte für Dresden bedeutet. Massive Proteste der VGF bewirkten zunächst nichts. Das Schiedsgericht beharrte auf seiner Meinung. Erst als Jan Liebscher sich weigerte, die geforderte Aufstellung einzunehmen und den zweiten Schiedsrichter, der im Übrigen reiner Statist war, bat, auch die Dresdener Formation zu überprüfen,fand er auch da einen Aufstellungsfehler. Das Ende vom Lied: Beide Mannschaften standen richtig. Der Schiedsrichter und der Schreiber hatten die Aufstellungen falsch Aufgeschrieben. Bis zum 12:12 hielt die VGF noch mit, bevor der erste Schiedsrichter in Erscheinung trat. Plötzlich war das Zuspiel von Toni Bican und auch etliche gepritschte Bälle bei Joschi Liebscher unsauber. Acht technische Fehler pfiff das Schiedsgericht nun bei der VGF ab.

Den Höhepunkt erreichte das Schiedsgericht bei einem Angriffsball der VGF, der einen Meter vor der Grundlinie im Spielfeld landete und vom Schiedsgericht im Aus gesehen wurde. Jeglicher Spielfreude beraubt ließ die VGF den Rest des Spiels über sich ergehen. Eric Grosche auf Seiten des VC Dresden servierte unglaubliche Sprungaufschläge und damit war es um die Marktredwitzer geschehen. VGF-Trainer Milan Cernousek sagte folgerichtig: „die haben nicht kapiert, daß wir hierher kommen, um Spaß zu haben und guten Volleyball zu spielen. Solche Schiedsrichter rauben dir jegliche Lust am Sport“.

Bericht, Foto: Perzl, Frankenpost

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