Herren 1 – Der siebte Mann soll helfen

Die VGF steht am Samstag um 20 Uhr gegen den VCO Kempfenhausen vor einem wegweisenden Spiel. Ein Sieg verschafft den Marktredwitzer Volleyballern viel Luft im Abstiegskampf. Eine Niederlage zieht sie noch tiefer in den Abstiegsstrudel.

Die VGF-Fans sind der 7. Mann auf dem FeldDiese Situation hat sich so richtig wohl keiner vorgestellt, als im September die erste Drittligasaison für die VGF begonnen hatte. Trotz etlicher Verstärkungen befinden sich die Volleyballer aus dem Fichtelgebirge aktuell mittendrin im Abstiegskampf.  Diese Entwicklung ist vor der Serie so nicht erwartet worden. Aber durch ein deutlich höheres sportliches Niveau in der dritten Liga, verbunden mit enormem Verletzungspech auf Seiten der VGF, wurden bisher lediglich drei Spiele gewonnen.

Nun gilt es in den verbleibenden Partien die Konzentration voll auf die Duelle gegen die Mitkonkurrenten im Abstiegskampf zu lenken, um sich von diesen distanzieren zu  können. Der erste Schritt soll dabei gegen die Nachwuchstalente vom VCO Kempfenhausen gemacht werden. Das Hinspiel gewann Marktredwitz mit 3:1. Dennoch ist die VGF gewarnt. Mit dem jetzigen Team des VCO kommt wohl der bisher beste Jahrgang der Volleyball-Talentschmiede in die Sebald-Halle. Mit drei Siegen, einer davon vergangene Woche gegen den VSV Oelsnitz, rangieren die jungen Oberbayern auf dem sechsten Tabellenplatz.

Schon im Hinspiel war es eine recht zähe Angelegenheit gegen die sehr dynamisch agierenden Talente vom Starnberger See. Die Stärken des VCO liegen in der unheimlich stabilen Annahme und im variablen Aufschlagspiel. Mit Kempfenhausen gibt die mit Abstand jüngste Mannschaft der dritten Liga ihre Visitenkarte in Marktredwitz ab. Schon oft hat man, im sportlichen Sinn, die Klingen gekreuzt – sowohl in der Regionalliga, als auch in der zweiten Bundesliga.  Die Talentschmiede des Bayerischen Volleyball Verbandes gewährleistet eine hervorragende Ausbildung junger Volleyballspieler am Standort in Starnberg.

Besonderes Augenmerk muss die VGF wohl auf David Sossenheimer  legen. Mit gewaltigen Sprungaufschlägen kann er so manches Spiel alleine für sein Team entscheiden. Aber auch der Rest der Mannschaft hat bereits im Hinspiel durch kompaktes und fehlerfreies Spiel überzeugt.

Saisonende für Contreras

Bei Marktredwitz hält das Verletzungspech weiter an. Yosvany Contreras steht bis Saisonende nicht zur Verfügung und kuriert sowohl eineBänderverletzung, als auch einen Muskelfaserriss aus. Michael Spannig, der in den vergangenen Spielen überzeugende Leistungen ablieferte, ist beruflich verhindert. Dennoch ist ein Sieg Pflicht. Bisher steht noch nicht fest, ob nur eine Mannschaft absteigt, oder ob ein zweites Team den Gang in die Regionalliga antreten muss. Deshalb ist jeder Erfolg gegen direkte Mitkonkurrenten im sportlichen Sinn „überlebenswichtig“.

Die Spieler und Verantwortlichen der VGF hoffen wieder auf ein lautstarkes Publikum. Trotz der bisher geringen Punkteausbeute in der heimischen Sebald-Arena halten die Zuschauer dem Team weiterhin die Treue. Und vor allem junge Spieler lassen sich schnell von einer so großartigen Atmosphäre beeindrucken. Da bekommt der Begriff „siebter Mann“ gleich eine andere Bedeutung.

Bericht: J.L., Frankenpost

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