Herren 1 – VGF Marktredwitz kühl und abgezockt

Die Drittliga-Volleyballer siegen in Niederviehbach glatt mit 3:0. Sie präsentieren sich diszipliniert und abwehrstark.

TSV Niederviehbach – VGF Marktredwitz 0:3

VGF Marktredwitz: Jan und JoschiLiebscher, Forst, Jonas und Janek Lindner, Weiß, Soderer, Koran, Schwinger.
Schiedsrichter: Strickert (Passau)/Ruppert (Regensburg).
Zuschauer: 120.
Sätze: 18:25, 14:25, 30:32.
Spielzeit: 61 (21/17/24) Minuten.

Nur eine Nacht mussten sie Platz zwei in der dritten Liga Ost an den TSV Zschopau abtreten, dann eroberten die Volleyballer der VGF Marktredwitz verlorenes Terrain sofort wieder zurück. Kühl und abgezockt meisterten sie selbst die ungeliebte Sonntagsaufgabe beim TSV Niederviehbach. Und das ohne ihren etatmäßigen Spielmacher Toni Bican. Nach gut einer Stunde war der Spuk vorbei. Und die Hausherren, die nun in akuter Abstiegsgefahr schweben, wussten selbst nicht so recht, wie ihnen geschah.

Jan Forst im Angriff

Unglaublich diszipliniert und abwehrstark präsentierte sich das Marktredwitzer Ensemble, das im ersten Satz ständig in Führung lag und von 11:5 an einen Vorsprung von sechs bis sieben Punkten souverän verteidigte. Überragend dabei: Jan Forst, der sich in brillanter Verfassung präsentierte und quasi jede Aufgabe auf dem spielfeld mit Bravour erledigte. Neben ihm bot Libero Petr Koran eine famose Abwehrleistung, entschärfte fast jedes Geschoss und entnervte so die Hausherren. „Wahnsinn, was der rausgeholt hat“, staunte Kapitän Jan Liebscher. Der unverhofft gute Saisonverlauf verleiht offenbar allen im Team Flügel. Mit Spielmacher Philipp Weiß und Paul Soderer, die ihren guten Trainingsleistungen famos umsetzten, sowie abwechselnd Janek und Jonas Lindner standen permanent drei Youngster auf dem Feld.

Auch im zweiten Durchgang (5:5/10:7) gaben die Fichtelgebirgler den Ton an und setzten sich mit einem Zwischenspurt und einer Aufschlagserie von Joschi Liebscher vorentscheidend ab. Fast schon euphorisch ging es in den dritten Satz. Bis zum 6:2 lief dann alles wie am Schnürchen. Doch drei Annahmefehler, drei verschlagene Angriffsbälle und eine Portion zuviel Selbstsicherheit kippten das Spiel, und die Gäste sahen sich auf einmal mit 6:13 im Hintertreffen. Aber selbst hohe Rückstände, das zeigt der bisherige Verlauf, werfen sie nicht um.

Trotzdem besaßen die Niederviehbacher vom 24:23 an vier mal die Chance, den Satz zuzuschnüren. Am Ende aber jubelten die Marktredwitzer. Und wer anders als Jan Forst hätte es am gestrigen Nachmittag sein können, der mit einem Aufschlag-Ass allerletzte Zweifel beseitigte.

Bericht: P. P., Frankenpost

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