Herren 1 – Der große Unbekannte

Der Volleyball-Drittligist VGF Marktredwitz muss bei der Zweitligareserve des ASV Dachau antreten. Die Oberbayern gelten als deutsche Talentschmiede.

Zwei Sachen sind äußerst ungewohnt, wenn Volleyball-Drittligist VGF Marktredwitz am heutigen Samstag in Oberbayern antritt. Zum einen ist es die Spielzeit – die Partie beginnt bereits um 17 Uhr – , zum anderen ist es der Gegner. Mit dem ASV Dachau II kreuzt der dritte Aufsteiger aus der Regionalliga Süd-Ost die Klingen mit der VGF. Es ist eine gänzlich unbekannte Mannschaft für die Marktredwitzer Volleyballer. Die haben zwar schon oft Bekanntschaft mit dem ASV gemacht, allerdings selten oder sogar nie mit der zweiten Garnitur der Oberbayern.

Die Erklärung, warum eine zweite Mannschaft eines Vereins so hoch spielt, ist jedoch relativ einfach: Beim ASV Dachau geht es im Moment richtig vorwärts. Neben der ersten Herrenmannschaft, die seit Jahren in der zweiten Bundesliga eine gute Rolle spielt, entwickelt sich der Verein zu einer wahren Volleyballhochburg. Vor allem in der Jugend machte Dachau heuer auf sich aufmerksam. In allen vier männlichen Altersklassen war der Verein bei
deutschen Meisterschaften vertreten. Und gleich drei Teams haben den Titel eingefahren.

Die gute Jugendarbeit ist die Basis für die zahlreichen aktiven Mannschaften des ASV. Möglich ist dieses große Engagement, weil viele ehemalige Bundesligaspieler des Vereins das Training und die Betreuung der Jugendlichen übernommen haben. Zudem ist mit Sepp Wolf wohl einer der besten Jugendtrainer Deutschlands für den Verein tätig. Daher ist es kein Wunder, dass sich auch die zweite Garnitur der Oberbayern fast komplett aus der eigenen Jugend rekrutiert. Im ersten Spiel musste sie jedoch Lehrgeld zahlen und sich gegen den etablierten TSV Niederviehbach mit 0:3 geschlagen geben.

Bei der VGF hingegen denkt man nur von Spiel zu Spiel. Nach dem emotionalen und erfolgreichen Auftakt gegen einen starken TSV Friedberg ist man zunächst froh über die ersten zwei Punkte in der Saison. Kritisch sieht es jedoch mit der Kaderstärke an diesem Wochenende aus. Mit Max Schwinger und Paul Soderer fehlen dem Trainer die zwei Besten vom vergangenen Wochenende. Somit stellt sich die Mannschaft quasi von alleine auf, da die VGF nur mit acht Spielern anreist. Neben dem Grundgerüst um Jan und Joschi Liebscher, Jan Forst und Toni Bican müssen dieses Mal erneut die Youngster in die Bresche springen. Im Training hat das zumindest schon mal geklappt. Vor allem Jonas Lindner hat einen starken Eindruck hinterlassen. Wer als Favorit in dieses Spiel geht, ist somit offen. Klar ist nur, dass die VGF mit einem Sieg schon mal einen ordentlichen Abstand zum ASV Dachau herstellen würde. Daher gilt der Aufgabe volle Konzentration, um gestärkt ins nächste Heimspiel gehen zu können. Daran denkt die VGFaber frühestens ab Sonntag.

Bericht: J.L., Frankenpost

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